
Grillgemüse mit Feta
Vier Gemüsesorten, ein Kräuteröl und ein Grundsatz: salzen erst danach.
Für den Grill eignet sich ausschließlich fester Tofu, kein Seidentofu. Er wird mindestens 30 Minuten gepresst, in fingerdicke Scheiben geschnitten, mindestens eine Stunde mariniert und bei mittlerer Hitze von etwa 200 °C je Seite vier bis sechs Minuten gegrillt. Entscheidend gegen das Zerfallen sind das Pressen und ein sauberer, gut geölter Rost.

Tofu hat auf dem Grill einen schlechten Ruf, und der ist verdient – wenn man ihn direkt aus der Packung auf den Rost legt. Mit zwei Vorbereitungsschritten wird daraus ein Grillgut mit fester Textur und kräftigem Geschmack.
Fester Tofu enthält trotz seines Namens viel Wasser. Solange dieses Wasser drin ist, passieren zwei Dinge: Die Marinade kann nicht einziehen, weil kein Platz ist, und auf dem Rost tritt Flüssigkeit aus, die das Anhaften begünstigt und Röstaromen verhindert.
Praktisch geht das ohne Spezialgerät: Den Tofublock in Küchenpapier oder ein sauberes Tuch wickeln, auf einen Teller legen, ein Brett darauf und darauf etwas Schweres – eine Pfanne oder zwei Konservendosen. Nach 30 bis 60 Minuten hat sich spürbar Wasser gelöst. Der Block ist danach fester und deutlich aufnahmefähiger.
Block in Küchenpapier wickeln, beschweren und 30 bis 60 Minuten stehen lassen. Papier bei Bedarf einmal wechseln.
In fingerdicke Scheiben von etwa anderthalb bis zwei Zentimetern schneiden. Dünner zerfällt, dicker nimmt außen keine Farbe an, bevor die Marinade verbrennt.
Sojasauce, Öl, etwas Ahornsirup oder Reissirup, Knoblauch, Ingwer und Sesamöl mischen. Tofu ist geschmacksneutral – die Marinade macht hier die gesamte Arbeit.
Scheiben mindestens eine Stunde einlegen, gern über Nacht. Vor dem Grillen abtropfen lassen.
Mittlere direkte Hitze um 200 °C. Rost gründlich abbürsten und einölen.
Scheiben auflegen und vier bis sechs Minuten liegen lassen, bis sie sich von selbst lösen. Dann wenden und die zweite Seite grillen.
In den letzten zwei Minuten mit der restlichen Marinade bepinseln, damit sie nicht verbrennt.
Seidentofu hat einen deutlich höheren Wasseranteil und eine puddingartige Struktur. Er lässt sich weder pressen noch wenden und zerfällt auf dem Rost zwangsläufig. Für den Grill kommt nur fester oder extrafester Tofu infrage – geräucherter Tofu ist besonders dankbar, weil er von Haus aus fester ist und bereits Geschmack mitbringt.
Nur fester oder extrafester Tofu, gern geräuchert. Seidentofu hat zu viel Wasser und eine zu weiche Struktur – er zerfällt auf dem Rost.
Ja. Ohne Pressen bleibt zu viel Wasser im Block: Die Marinade zieht nicht ein, und auf dem Rost tritt Flüssigkeit aus, die das Anhaften fördert.
Mindestens eine Stunde, besser über Nacht. Tofu ist geschmacksneutral, die gesamte Würze kommt aus der Marinade.
Weil er zu feucht war, der Rost nicht sauber oder nicht geölt ist, oder weil zu früh gewendet wurde. Tofu löst sich von selbst, sobald die Kruste steht.
Vier bis sechs Minuten je Seite bei mittlerer Hitze um 200 °C. Da Tofu bereits essfertig ist, geht es nur um Kruste und Wärme.
Ja, das umgeht das Anhaften zuverlässig. Man verzichtet dafür auf die Grillstreifen und einen Teil der Röstaromen.
Tofu bringt keinen Eigengeschmack mit – ohne kräftige Würze bleibt er fad. Das ist bei diesem Rezept der entscheidende Punkt.