360° BBQ
Pflegeöl und Zubehör fürs Einbrennen gusseiserner Roste.
Beim Einbrennen wird dünn aufgetragenes Öl auf dem heißen Rost polymerisiert – es vernetzt sich zu einer festen, dunklen Schicht, die den Stahl versiegelt und Antihaft-Eigenschaften hat. Nötig ist ein Öl mit hohem Rauchpunkt, etwa Raps- oder Sonnenblumenöl, und drei bis vier Durchgänge mit hauchdünnen Schichten. Zu viel Öl ergibt eine klebrige statt einer harten Schicht.

Roher Gusseisenrost rostet – bis er eingebrannt ist. Danach ist er der Rost mit der besten Wärmespeicherung und den schönsten Grillstreifen, den man haben kann.
Öl zerfällt bei Hitze nicht einfach – es polymerisiert: Die Moleküle vernetzen sich zu einer festen, wasserunlöslichen Schicht, die sich mit der Oberfläche verbindet. Diese Patina hat zwei Funktionen: Sie versiegelt das poröse Gusseisen gegen Feuchtigkeit und wirkt als Antihaftschicht.
Entscheidend ist die Menge. Eine hauchdünne Schicht polymerisiert vollständig und wird hart. Eine dicke Schicht verbrennt nur oberflächlich und bleibt darunter klebrig – das ist der Grund für schmierige, fleckige Ergebnisse.
Neuen Rost mit heißem Wasser abwaschen, um die Schutzschicht ab Werk zu entfernen, und vollständig abtrocknen. Bei einem alten Rost lockeren Rost mit einem Schleifvlies abnehmen.
Grill auf mittlere bis hohe Hitze bringen und den Rost mit aufheizen.
Etwas Öl auf ein Küchenpapier geben und den heißen Rost dünn abreiben. Es soll kaum sichtbar sein – überschüssiges Öl wieder abnehmen.
Warten, bis das Öl raucht und der Rost nachdunkelt. Das ist der Moment, in dem sich die Schicht bildet.
Jeder Durchgang macht die Patina dicker und widerstandsfähiger. Der Rost wird dabei von Mal zu Mal dunkler.
Den warmen, abgeschabten Rost mit einem Tropfen Öl abreiben. Damit muss man nie wieder komplett einbrennen.
Entscheidend ist der Rauchpunkt: Raps- und Sonnenblumenöl sind die gebräuchlichen Varianten. Leinöl polymerisiert besonders hart, wird aber schnell ranzig, wenn es zu dick aufgetragen wird. Kaltgepresstes Olivenöl und Butter haben zu niedrige Rauchpunkte – sie verbrennen, bevor sie vernetzen, und hinterlassen genau die klebrige Schicht, die man nicht will.
Nein. Nötig ist es bei rohem Gusseisen und unbeschichtetem Stahl. Emaillierte und Edelstahlroste brauchen keine Patina.
Eines mit hohem Rauchpunkt – Raps- oder Sonnenblumenöl. Leinöl ergibt eine besonders harte Schicht, muss aber sehr dünn aufgetragen werden.
Einmal grundlegend mit drei bis vier Durchgängen. Danach genügt es, den warmen Rost nach jeder Reinigung dünn einzuölen.
Zu viel Öl aufgetragen. Die Schicht ist nur oberflächlich verbrannt und darunter weich geblieben. Abhilfe: kräftig ausbrennen lassen und danach mit deutlich weniger Öl neu aufbauen.
Flugrost mit einem Schleifvlies entfernen und die Stelle neu einbrennen. Solange der Rost nur oberflächlich ist, ist das jederzeit reparabel.
Nein, das ist die Patina – sie soll dort sein. Ein schwarzer, matt glänzender Gusseisenrost ist gepflegt, kein schmutziger.
Pflegeöl und Zubehör fürs Einbrennen gusseiserner Roste.