Santos Grills
Eigene Feuerplatten-Kategorie im Grill-Fachhandel, vom Einsteigermodell bis zur großen Platte.
Eine Feuerplatte ist ein massiver Stahlring um eine offene Feuerstelle, auf dem direkt gebraten wird. Sie hat von innen nach außen abfallende Temperaturzonen: nahe der Feueröffnung etwa 250 bis 350 °C, in der mittleren Zone 150 bis 200 °C und am Rand nur noch 80 bis 100 °C. Vor dem ersten Einsatz wird sie mit einem Öl mit hohem Rauchpunkt eingebrannt – diese Patina ersetzt jede Beschichtung.

Die Feuerplatte ist weniger Grill als Gemeinschaftsküche: Alle stehen drumherum, jeder brät sein Stück selbst, und das Feuer in der Mitte übernimmt den Rest. Wer schon einmal an einer stand, versteht, warum sie sich gegen jede technische Kritik durchsetzt.
Anders als auf einem Rost gibt es hier keine Einstellung, sondern eine Landkarte: Das Feuer in der Mitte heizt die Platte von innen nach außen ab. Direkt am Rand der Feueröffnung liegen 250 bis 350 °C – dort werden Steaks, Zwiebeln und alles angebraten, was Röstaromen braucht. Eine Handbreit weiter außen sind es noch 150 bis 200 °C, gut für Gemüse und zum Fertiggaren. Ganz außen bei 80 bis 100 °C bleibt alles warm, ohne weiterzugaren.
Praktisch bedeutet das: Man arbeitet nicht mit der Zeit, sondern mit dem Radius. Ein Steak wandert nach dem Anbraten nach außen und ruht dort, während das nächste innen angebraten wird. Für eine größere Runde ist das effizienter als jeder Rost, weil auf derselben Fläche gleichzeitig drei Garstufen möglich sind.
Unbeschichteter Stahl rostet – es sei denn, man baut eine Patina auf. Beim Einbrennen wird Öl auf der heißen Platte polymerisiert: Es zerfällt nicht einfach, sondern vernetzt sich zu einer festen, dunklen Schicht, die den Stahl versiegelt. Diese Schicht ist mit jedem Braten dicker und besser.
Entscheidend ist die Wahl des Öls: Es muss einen hohen Rauchpunkt haben. Rapsöl und Sonnenblumenöl sind dafür die gebräuchlichen Varianten. Butter, Olivenöl und andere Fette mit niedrigem Rauchpunkt verbrennen, bevor sie polymerisieren, und hinterlassen eine klebrige statt einer festen Schicht.
Vor dem ersten Einbrennen die Schutzschicht ab Werk mit heißem Wasser abwaschen und die Platte vollständig trocknen. Kein Spülmittel auf einer bereits eingebrannten Platte.
Feuer in der Mitte anmachen und die Platte auf Temperatur bringen. Sie ist bereit, wenn Wassertropfen sofort verzischen.
Eine kleine Menge Raps- oder Sonnenblumenöl aufbringen und mit einem Küchenpapier hauchdünn auf der gesamten Fläche verteilen. Zu viel Öl gibt eine klebrige Schicht statt einer harten Patina.
Warten, bis das Öl raucht und die Fläche nachdunkelt. Das ist der Moment, in dem sich die Schicht bildet.
Drei bis vier Durchgänge, jeweils dünn ölen und ausbrennen lassen. Die Platte wird dabei von Mal zu Mal dunkler.
Die noch warme Platte mit einem Tropfen Öl abreiben. Das erhält die Patina, ohne dass man erneut einbrennen muss.
Eine eingebrannte Feuerplatte wird heiß mit Wasser und einem Schaber gereinigt: Rückstände lösen sich durch den Dampf und lassen sich abziehen. Spülmittel und Stahlwolle greifen die Patina an – dann fängt man beim Einbrennen wieder von vorne an. Nach dem Reinigen wird die Platte trocken gerieben und dünn geölt.
Sie hat mehrere Zonen: nahe der Feueröffnung etwa 250 bis 350 °C, in der mittleren Zone 150 bis 200 °C und am äußeren Rand nur noch 80 bis 100 °C. Damit lassen sich Anbraten, Garziehen und Warmhalten gleichzeitig auf derselben Fläche erledigen.
Ja. Ohne die eingebrannte Patina rostet der unbeschichtete Stahl und das Grillgut klebt an. Eingebrannt wird mit einem Öl mit hohem Rauchpunkt, üblich sind Raps- oder Sonnenblumenöl, in drei bis vier dünnen Durchgängen.
Heiß mit Wasser und Schaber. Der Dampf löst die Rückstände. Kein Spülmittel und keine Stahlwolle – beides zerstört die Patina. Danach trocken reiben und dünn einölen.
Flugrost mit einem Schleifvlies entfernen und die Stelle neu einbrennen. Solange der Rost nur oberflächlich ist, lässt sich das jederzeit reparieren – die Platte ist deshalb kein Verschleißteil.
Trockenes, unbehandeltes Laubholz. Nadelholz spritzt durch Harzeinschlüsse und qualmt stärker. Wer eine gleichmäßige Hitze will, arbeitet mit Holzkohle oder Briketts statt mit lodernden Flammen.
Nur eingeschränkt. Die Bauart lebt vom kurzen Braten auf der Fläche. Für Stücke, die eine Stunde und länger brauchen, fehlt der geschlossene Garraum – das ist die Domäne von Kugelgrill, Kamado oder Smoker.