
Flanksteak mit Chimichurri
Kräftiger Cut, kräftige Sauce – und der entscheidende Schnitt quer zur Faser.
Flanksteak ist ein grobfaseriger, magerer Cut aus der Bauchlappe. Er wird bei hoher direkter Hitze kurz gegrillt – etwa drei bis vier Minuten je Seite – und sollte 52 bis 55 °C nicht überschreiten. Entscheidend ist der letzte Schritt: Nach dem Ruhen wird das Steak dünn und quer zur Faser aufgeschnitten. Längs geschnitten ist derselbe Cut zäh.

Kaum ein Steak hängt so sehr vom Schneiden ab. Beim Flanksteak entscheidet nicht der Grill über zart oder zäh, sondern das Messer danach.
Flanksteak hat eine ausgeprägte, sichtbare Faserrichtung. Schneidet man längs dazu, bleiben lange Muskelfasern am Stück, die beim Kauen zäh wirken. Schneidet man quer, werden dieselben Fasern in kurze Stücke geteilt – das Fleisch fühlt sich sofort deutlich zarter an, ohne dass sich am Garzustand etwas geändert hat.
Praktisch: Vor dem Grillen kurz auf die Oberfläche schauen und sich merken, in welche Richtung die Fasern laufen. Nach dem Ruhen quer dazu in etwa fünf Millimeter dünne Scheiben schneiden, das Messer dabei leicht schräg halten.
| Lebensmittel | Garstufe | Kerntemperatur | Erkennungsmerkmal |
|---|---|---|---|
| Rindersteak (Entrecôte, Rumpsteak, Filet) | medium rare | 52–55 °C | Kern durchgehend rosa-rot, deutlich saftig |
| Rindersteak (Entrecôte, Rumpsteak, Filet) | medium | 56–59 °C | Kern durchgehend rosa, Saft tritt sichtbar aus |
Der Cut verträgt kräftige Marinaden gut – drei bis sechs Stunden reichen. Vor dem Grillen abtupfen, damit nichts verbrennt.
Vor dem Auflegen ansehen, in welche Richtung die Fasern verlaufen. Nach dem Grillen ist das an der Kruste schwerer zu erkennen.
Über 250 °C direkte Hitze. Der Cut ist dünn und braucht Kruste in kurzer Zeit.
Einmal wenden reicht. Bei dickeren Stellen die dünneren Enden früher an den Rand ziehen.
Mehr verträgt der Cut nicht – er wird sonst trocken und zäh.
Bei grobfaserigem Fleisch besonders wichtig, sonst läuft viel Saft aus.
Etwa fünf Millimeter dicke Scheiben, Messer leicht schräg. Dieser Schritt macht den Unterschied zwischen zart und zäh.
Ein flaches, grobfaseriges und mageres Stück aus der Bauchlappe des Rinds. Es ist kräftig im Geschmack, verlangt aber kurze Garzeiten und das richtige Aufschneiden.
Nach dem Ruhen dünn – etwa fünf Millimeter – und quer zur sichtbaren Faserrichtung, das Messer leicht schräg gehalten. Längs geschnitten wirkt derselbe Cut zäh.
52 bis 55 °C für medium rare. Darüber wird der magere Cut schnell trocken; well done ist bei Flanksteak keine sinnvolle Option.
Etwa drei bis vier Minuten je Seite bei hoher direkter Hitze, abhängig von der Dicke. Der Cut ist flach und deshalb schnell fertig.
Es verträgt kräftige Marinaden gut, anders als hochwertige Kurzbrat-Cuts. Drei bis sechs Stunden genügen; vor dem Grillen abtupfen.
Beide sind grobfaserige Cuts aus dem Bauchbereich, stammen aber aus unterschiedlichen Partien. Skirt Steak ist schmaler, fettreicher und noch schneller gar. Für beide gilt dieselbe Regel beim Aufschneiden.
In Deutschland wenig verbreitet, im Versand als eigener Zuschnitt bestellbar.
Beim Flanksteak entscheidet das Aufschneiden quer zur Faser über zart oder zäh — das geht nur mit langer, scharfer Klinge.