McBrikett
Der Anzündkamin ist nur die halbe Rechnung – wie lange die Glut trägt, entscheidet der Brennstoff. Kokosbriketts brennen deutlich länger als Grillkohle, brauchen aber auch länger bis zur Durchglühung.
Ein Anzündkamin ist ein einfaches Bauteil – entscheidend sind drei Dinge: eine Größe, die zum Kessel passt, ein hitzefester Hauptgriff und ein zweiter Haltebügel zum kontrollierten Ausschütten. Für einen 57-Zentimeter-Kugelgrill passt ein Kamin mit rund zwei bis zweieinhalb Litern Füllvolumen. Ohne zweiten Griff wird das Ausschütten glühender Kohle zur Zitterpartie.

Der Anzündkamin ist das Zubehör mit dem besten Verhältnis von Preis zu Wirkung: Er halbiert die Wartezeit und macht flüssige Anzünder überflüssig. Genau deshalb lohnt es sich, beim Kauf zwei Minuten nachzudenken statt den erstbesten zu nehmen.
Ein zu kleiner Kamin bedeutet zwei Durchgänge, ein zu großer verschwendet Kohle. Als Orientierung: Für einen Kugelgrill mit 57 Zentimetern Durchmesser entspricht eine volle Kaminfüllung mit rund zwei bis zweieinhalb Litern Volumen etwa der Menge, die man für direktes Grillen braucht. Für kleine Grills mit 47 Zentimetern oder für Camping reicht eine kompaktere Variante, für 67 Zentimeter und aufwärts darf es größer sein.
Wer regelmäßig lange gart, profitiert von einem etwas kleineren Kamin: Für die Minion-Methode braucht man nur wenige glühende Briketts, und ein großer Kamin lässt sich dafür schlecht dosieren.
Beim Ausschütten hält man einen Zylinder voller glühender Kohle über den geöffneten Grill. Mit nur einem Griff am oberen Ende kippt die Last unkontrolliert nach vorn; mit einem zusätzlichen Haltebügel auf der gegenüberliegenden Seite lässt sich die Bewegung führen. Das ist der Unterschied zwischen zielgerichtetem Ausschütten und Kohle auf der Terrasse.
Ebenso wichtig: Der Hauptgriff muss sicher verschraubt oder vernietet sein. Bei sehr günstigen Modellen ist er teils nur gesteckt – im heißen Zustand löst sich das gern.
Verzinkte Kamine sind günstiger, verfärben sich aber schnell und rosten mit der Zeit durch, besonders wenn sie feucht stehen. Edelstahl hält deutlich länger und ist die sinnvollere Wahl, wenn der Kamin regelmäßig genutzt wird. Kein Argument ist dagegen die Wandstärke – der Kamin muss keine Wärme speichern, sondern Luft führen.
Für einen Kugelgrill mit 57 Zentimetern Durchmesser passt ein Volumen von rund zwei bis zweieinhalb Litern – eine Füllung entspricht dann etwa der Kohlemenge für direktes Grillen. Für kleinere Grills genügt weniger.
Er nutzt den Kamineffekt: Die Kohle liegt dicht beieinander, die Hitze steigt nach oben und zündet die Säule Schicht für Schicht durch. Das dauert 15 bis 40 Minuten statt deutlich länger – und man braucht keine flüssigen Anzünder.
Edelstahl hält länger und verträgt Feuchtigkeit besser. Verzinkte Modelle sind günstiger, verfärben sich schnell und rosten mit der Zeit durch. Bei regelmäßiger Nutzung lohnt Edelstahl.
Ja. Der zweite Haltebügel führt die Bewegung beim Ausschütten der glühenden Kohle. Ohne ihn kippt die Last unkontrolliert nach vorn.
Improvisierte Varianten aus Konservendosen kursieren, sind aber weder stabil noch sicher zu greifen. Bei einem Bauteil, in dem 700 bis 800 °C heiße Glut steht, ist das der falsche Ort zum Sparen.
Auf den Kohlerost des Grills oder auf eine feuerfeste Fläche – niemals auf Holzterrasse, Kunstrasen oder Kunststoff. Der Kamin gibt nach unten sehr viel Hitze ab.
Der Anzündkamin ist nur die halbe Rechnung – wie lange die Glut trägt, entscheidet der Brennstoff. Kokosbriketts brennen deutlich länger als Grillkohle, brauchen aber auch länger bis zur Durchglühung.
Unter den Kamin gehören zwei bis drei feste Anzünder – geprüft nach DIN EN 1860-3 und geruchsneutral, damit nichts aufs Grillgut übergeht.