Firecraft
Fertige Module sind die naheliegende Alternative, wenn der Aufwand aus diesem Abschnitt zu groß wird – der Vergleich lohnt vor dem ersten Materialeinkauf.
Korpus, Untergrund und Verkleidung sind gut selbst zu machen – dafür braucht es Geduld und eine lange Wasserwaage, aber keine Ausbildung. Nicht selbst gemacht werden der Anschluss ans Hausstromnetz, der Anschluss an die Trinkwasserinstallation und jede feste Gasinstallation. Der häufigste Eigenbaufehler ist nicht handwerklich, sondern konstruktiv: ein Korpus, der Wasser aufnimmt und nicht wieder abgibt.

Eine Outdoorküche selbst zu bauen ist eines der dankbarsten Gartenprojekte: Der Korpus ist geometrisch einfach, es gibt keine beweglichen Teile, und Fehler in der Optik sind verzeihlich. Was nicht verzeihlich ist, sind Fehler im Aufbau – weil sie erst im zweiten oder dritten Winter sichtbar werden und dann nicht mehr zu reparieren sind.
Der Anschluss an das Hausstromnetz gehört zu einer Elektrofachkraft, der Anschluss an die Trinkwasserinstallation zu einem eingetragenen Installationsunternehmen, jede feste Flüssiggasinstallation zu einem Fachbetrieb mit entsprechender Qualifikation. Graben ausheben, Leerrohre legen und Leitungen einziehen dürfen Sie – anschließen nicht. Bei Schäden aus nicht fachgerechter Installation entfällt in der Regel der Versicherungsschutz.
| Porenbeton / Schalungssteine | Metallunterkonstruktion mit Platten | |
|---|---|---|
| Werkzeug | Kelle, Säge, lange Wasserwaage | Winkelschleifer, Bohrmaschine, Nietzange |
| Gewicht | hoch – braucht ein Fundament | gering – trägt auf gutem Terrassenaufbau |
| Änderbar | nein | ja, Platten sind tauschbar |
| Fehlertoleranz | gering, erste Schicht bestimmt alles | höher, Unterkonstruktion lässt sich justieren |
| Kritischer Punkt | jede offene Fläche saugt Wasser | Korrosionsschutz an allen Schnittkanten |
| Typische Verkleidung | Putz, Fliesen, Naturstein | HPL, Faserzementplatten, Holzlattung |
Porenbeton ist der Klassiker im Eigenbau, weil er sich mit einer normalen Säge schneiden lässt und exakte Formen erlaubt. Sein Wesen ist aber, dass er porös ist: Er saugt Wasser auf wie ein Schwamm. Ein Porenbetonkorpus, der irgendwo offen bleibt – und sei es nur die Oberkante unter der Arbeitsplatte –, zieht Wasser, und der erste Frost sprengt ihn von innen. Vollständig schließen ist bei dieser Bauweise keine Fleißaufgabe, sondern die Bedingung.
Arbeitshöhe, Breite und Grillausschnitt vorher zeichnen. Der Grill wird zuerst gekauft, das Ausschnittmaß kommt aus dessen Anleitung – nie umgekehrt.
Bei Porenbeton ein frostfreies Fundament, bei der Metallvariante ein tragfähiger, ebener Terrassenaufbau. Was das bedeutet, steht auf Standort und Untergrund.
Leerrohre für Strom, Wasser und Reserve, bevor irgendetwas darauf steht. Lage fotografieren und einmessen.
Der zeitaufwendigste und wichtigste Schritt. Alles, was hier schief ist, bleibt schief – lieber eine Stunde länger mit der Wasserwaage.
Aussparungen für Grill, Spüle, Türen und die Lüftungsöffnungen des Flaschenfachs gleich mit einplanen, nicht nachträglich schneiden.
Verputzen, spachteln oder verkleiden – lückenlos, inklusive Oberkanten und Innenseiten der Aussparungen.
Mit leichtem Überstand nach vorn und dauerelastischer, außentauglicher Fuge zum Korpus.
Grill, Spüle, Türen. Der Fachbetrieb schließt Strom, Wasser und gegebenenfalls Gas an.
Was in Videos als Wochenendprojekt erscheint, ist in der Realität selten eines. Nicht wegen der Arbeitsstunden, sondern wegen der Wartezeiten: Fundament und Mörtel brauchen Zeit zum Aushärten, Putz muss trocknen, bevor gefliest wird, und der Fachbetrieb für die Elektrik kommt, wenn er kann. Wer das Projekt über mehrere Wochenenden plant und nicht über eines, kommt entspannter durch – und macht die Fehler nicht, die aus Ungeduld entstehen.
Ja. Korpus, Untergrund und Verkleidung sind mit normalem Heimwerkerwerkzeug zu schaffen. Nicht selbst gemacht werden der Anschluss ans Hausstromnetz, der Anschluss an die Trinkwasserinstallation und feste Gasinstallationen – die gehören zu Fachbetrieben.
Porenbeton, weil er sich mit einer Säge exakt zuschneiden lässt, oder eine Metallunterkonstruktion mit außentauglichen Platten. Porenbeton muss zwingend lückenlos geschlossen werden, sonst zieht er Wasser und wird vom Frost gesprengt.
Bei gemauerten Korpussen ja, frostfrei gegründet. Eine leichte Metallunterkonstruktion kann auf einem fachgerecht aufgebauten Terrassenaufbau stehen. Der Unterschied liegt im Gewicht und in der punktuellen Dauerlast.
Realistisch mehrere Wochenenden, nicht eines. Die reine Arbeitszeit ist überschaubar, aber Fundament, Mörtel und Putz brauchen Aushärte- und Trockenzeiten, und die Termine der Fachbetriebe kommen dazu.
Das steht in der Anleitung des jeweiligen Grills und unterscheidet sich je nach Modell erheblich. Der Grill wird deshalb zuerst gekauft und der Ausschnitt danach gebaut – die umgekehrte Reihenfolge geht regelmäßig schief.
Beim Korpus ja. Grill, Arbeitsplatte, Einbauteile und die Arbeiten der Fachbetriebe fallen aber genauso an. Der Preisvorteil ist deshalb kleiner als erwartet – der eigentliche Gewinn liegt darin, dass die Küche exakt auf den vorhandenen Platz passt.
Fertige Module sind die naheliegende Alternative, wenn der Aufwand aus diesem Abschnitt zu groß wird – der Vergleich lohnt vor dem ersten Materialeinkauf.