Kaufberatung

Kamado kaufen

Beim Kamado entscheiden Keramikstärke, eine saubere Dichtung zwischen Deckel und Unterteil sowie leichtgängige, fein einstellbare Ventile. Die gängige Größe hat einen Rostdurchmesser von etwa 45 Zentimetern und reicht für vier bis sechs Personen. Wichtig vor dem Kauf: Ein Kamado wiegt mit Gestell rund 100 Kilogramm und wird einmal aufgestellt – der Standort sollte endgültig sein.

Geschlossener Keramikgrill auf seinem Gestell mit ausgeklappten Seitenablagen

Ein Kamado ist die teuerste Anschaffung unter den gängigen Grillarten und die am längsten haltbare. Keramik altert kaum – was kaputtgeht, sind Dichtungen, Bänder und Metallteile. Genau darauf sollte man beim Kauf schauen.

Was den Preis rechtfertigt – und was nicht

Der Kamado kann, was andere Kohlegrills nicht können: Temperaturen von etwa 80 bis 400 °C abdecken, über zwölf Stunden bei rund 100 °C mit einer Kohlefüllung laufen, und das bei Wind und Kälte fast unbeeindruckt. Das kommt allein von der Speichermasse der Keramik.

Was den Preis nicht rechtfertigt, sind Ausstattungslisten. Digitale Anzeigen, Seitenablagen und Zubehörpakete sind angenehm, aber austauschbar. Die Kernfrage lautet: Ist die Keramik gleichmäßig stark, schließt der Deckel dicht, und lassen sich die Ventile so fein einstellen, dass man 110 °C treffen kann? Alles andere ist Komfort.

Größen und wofür sie taugen
RostdurchmesserPersonenTypischer Einsatz
etwa 33 cm2Balkon, Paare, wenig Platz
etwa 45 cm4–6der Standard, deckt fast alles ab
etwa 55–60 cm8 und mehrgroße Runden, ganze Braten, entsprechend teuer und schwer
Der Deflektorstein gehört zur Grundausstattung

Ohne Deflektorstein ist ein Kamado ein reiner Direktgriller. Der Stein wird zwischen Glut und Rost eingesetzt und macht aus dem Gerät einen indirekten Ofen – erst damit sind Low and Slow, ganze Braten und Backen möglich. Bei manchen Modellen liegt er bei, bei anderen kostet er extra. Das gehört in den Preisvergleich, weil ohne ihn der Hauptgrund für den Kauf entfällt.

Gewicht und Standort vorher klären

Rund 100 Kilogramm mit Gestell bedeuten: Der Kamado wird zu zweit oder zu dritt aufgestellt und danach nicht mehr bewegt. Rollen helfen auf glattem Boden, nicht auf Kies oder Rasen. Wer in absehbarer Zeit umzieht oder den Grillplatz noch sucht, sollte das einkalkulieren. Und: Keramik ist hitzefest, aber schlagempfindlich – ein umgekippter Kamado ist in der Regel ein Totalschaden.

Häufige Fehler beim Kauf

  • Deflektorstein nicht eingerechnetOhne ihn kein indirektes Garen – und damit kein Grund für die Anschaffung.
  • Zu klein gekauft33 Zentimeter wirken im Laden ausreichend und sind bei vier Personen schnell zu wenig.
  • Ersatzteilversorgung nicht geprüftDie Dichtung ist ein Verschleißteil. Ist sie nicht nachkaufbar, ist der ganze Grill betroffen.
  • Standort nicht festgelegtBei 100 Kilogramm ist Umstellen keine Kleinigkeit.
  • Nach Ausstattung statt nach Keramik entschiedenWandstärke, Dichtung und Ventile bestimmen das Ergebnis, nicht Ablagen und Anzeigen.

Das gehört dazu

Deflektorstein

Macht aus dem Kamado einen indirekten Ofen. Ohne ihn fehlt die Hälfte der Einsatzmöglichkeiten.

Ascherechen

Asche sammelt sich unter dem Feuerring und muss regelmäßig heraus, sonst leidet die Luftzufuhr.

Abdeckhaube

Keramik hält Wetter aus, Metallteile und Dichtung weniger. Eine Haube verlängert deren Lebensdauer deutlich.

Zweiter Rost oder Rosterhöhung

Nutzt die Höhe des Kamado und verdoppelt die Fläche – bei dieser Bauart besonders sinnvoll.

Häufige Fragen zum Kamado

Welche Größe braucht man beim Kamado?

Etwa 45 Zentimeter Rostdurchmesser sind der Standard und reichen für vier bis sechs Personen. 33 Zentimeter passen für zwei, 55 bis 60 Zentimeter für große Runden.

Was kostet ein Kamado?

Deutlich mehr als ein Kugelgrill vergleichbarer Größe – ein Vielfaches. Der Aufpreis geht in die Keramik und die Beschläge, nicht in Ausstattungsdetails.

Braucht man einen Deflektorstein?

Ja, sobald indirekt gegart werden soll. Ohne ihn ist der Kamado ein reiner Direktgriller, und damit entfällt der Hauptgrund für die Anschaffung.

Wie schwer ist ein Kamado?

Etwa 100 Kilogramm mit Gestell in der Standardgröße. Er wird zu zweit oder zu dritt aufgestellt und bleibt danach an seinem Platz.

Wie lange hält ein Kamado?

Die Keramik altert praktisch nicht. Verschleiß betrifft Dichtung, Scharniere und Metallteile – deshalb ist die Ersatzteilversorgung ein Kaufkriterium.

Kann Keramik im Winter draußen bleiben?

Ja, Frost schadet der Keramik nicht. Wichtig ist nur, dass kein Wasser im Inneren steht und gefriert. Eine Abdeckhaube schützt vor allem die Metallteile.

Wo es Kamados gibt

Santos Grills

Führt gleich mehrere Keramikgrill-Marken nebeneinander – Monolith, Big Green Egg, Kamado Joe und The Bastard. Genau der Direktvergleich, den diese Bauart braucht, weil sich die Modelle in Details wie Bänderung und Zubehörsystem unterscheiden.

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360° BBQ

Kamado Joe und weitere Keramikgrills. Beim Kamado ist die Ersatzteilfrage besonders wichtig – Keramikteile können springen, und ein Modell ohne Nachschub ist dann wirtschaftlich totzuschreiben.

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