360° BBQ
Bürsten, Schaber und Reinigungsmittel für Roste im Fachhandel.
Am schnellsten geht es heiß: Rost nach dem Grillen auf voller Hitze ausbrennen lassen und die verkohlten Reste mit einem Schaber abnehmen – das dauert zwei Minuten. Ist der Rost kalt und verkrustet, hilft Einweichen in heißem Spülwasser über Nacht. Von Drahtbürsten wird zunehmend abgeraten, weil abgebrochene Metallborsten am Rost hängen bleiben und ins Grillgut geraten können.

Grillrost reinigen ist keine Frage des besten Mittels, sondern des richtigen Zeitpunkts. Heiß ist fast alles einfach, kalt fast alles mühsam.
| Methode | Aufwand | Geeignet für | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Heiß ausbrennen und abschaben | 2 Minuten | alle Roste, Standardfall | Rost bei voller Hitze 10–15 Min ausbrennen, dann abnehmen |
| Einweichen in heißem Spülwasser | über Nacht | kalte, verkrustete Roste | mit etwas Spülmittel, danach bei Guss neu einölen |
| Zeitungspapier und Gras | 30 Minuten | leicht verschmutzte Roste | feuchtes Zeitungspapier auflegen, Rückstände lösen sich |
| Backofenreiniger | 1 Stunde plus Spülen | stark verkrustete Edelstahlroste | Handschuhe, gründlich abspülen, nicht bei Gusseisen |
| Spülmaschine | ein Durchgang | emaillierte und Edelstahlroste | Gusseisen gehört nicht hinein, die Patina geht verloren |
Bei Drahtbürsten können sich einzelne Metallborsten lösen und im Rost verhaken. Beim nächsten Grillen geraten sie ins Grillgut und von dort in Mund, Speiseröhre oder Magen-Darm-Trakt, wo sie Verletzungen verursachen können. Für die USA wurden für den Zeitraum 2002 bis 2014 mindestens 1.500 Behandlungen in Notaufnahmen nach solchen Vorfällen dokumentiert.
Das heißt nicht, dass jede Drahtbürste gefährlich ist – aber es gibt Alternativen ohne dieses Risiko:
Vor jedem Gebrauch prüfen, ob Borsten lose sitzen, und die Bürste austauschen, sobald sie ausfranst. Nach dem Bürsten den Rost mit einem feuchten Tuch abwischen und vor dem Auflegen kurz absuchen. Wer regelmäßig grillt, ersetzt sie besser gleich durch einen Schaber.
Gasgrill auf volle Leistung, Deckel schließen. Beim Kohlegrill die noch vorhandene Glut nutzen und den Rost aufliegen lassen.
Rückstände verkohlen und lösen sich vom Metall. Der Rost soll sichtbar hell werden.
Verkohlte Reste in einem Zug abziehen. Bei tiefen Rillen mehrfach ansetzen.
Bei rohem Gusseisen den noch warmen Rost dünn mit Öl abreiben – das erhält die Patina und verhindert Rost.
Beim Kohlegrill Lüftungsschieber schließen, damit die Restglut erstickt.
Heiß: Nach dem Grillen den Rost 10 bis 15 Minuten bei voller Hitze ausbrennen lassen und die verkohlten Reste mit einem Edelstahlschaber abnehmen. Das dauert zwei Minuten und macht Chemie in den meisten Fällen überflüssig.
Die halbierte Zwiebel auf dem heißen Rost funktioniert als Ergänzung ganz gut. Alufolie als Schaber-Ersatz taugt notfalls. Kaffeesatz und ähnliche Hausmittel haben dagegen kaum Wirkung gegen eingebrannte Rückstände – dort hilft nur Hitze oder Einweichen.
Sie können Borsten verlieren, die sich im Rost verhaken und ins Grillgut geraten. Dokumentiert sind daraus resultierende Verletzungen im Mund- und Rachenraum. Schaber aus Edelstahl oder Holz haben dieses Risiko nicht.
Emaillierte und Edelstahlroste ja, sofern sie hineinpassen. Gusseisen nicht – die Spülmaschine entfernt die Patina, danach rostet er und Grillgut klebt an.
Heiß abschaben, ohne Spülmittel, danach dünn einölen. Die dunkle Patina ist kein Schmutz, sondern die Antihaftschicht – sie soll erhalten bleiben.
Über Nacht in heißem Spülwasser einweichen. Bei Edelstahl geht auch Backofenreiniger, danach gründlich abspülen. Bei Gusseisen lieber einweichen und anschließend neu einbrennen.
Besser nicht den Rost, sondern das Grillgut. Öl auf dem heißen Rost verbrennt sofort und schmeckt bitter. Die Ausnahme ist Gusseisen nach der Reinigung – dort dient das Öl der Pflege, nicht dem Grillen.
Bürsten, Schaber und Reinigungsmittel für Roste im Fachhandel.