
Halloumi-Spieße
Der Grillkäse, der nicht schmilzt – mit Honig erst am Schluss, damit nichts verbrennt.
Halloumi wird in etwa ein Zentimeter dicke Scheiben geschnitten, trocken getupft, geölt und bei hoher direkter Hitze 2 bis 3 Minuten je Seite gegrillt. Er klebt, wenn der Rost zu kalt ist oder man zu früh wendet. Gummiartig wird er durch zu lange Hitze: Der Käse verliert Wasser und zieht sich zusammen – deshalb gehört er kurz auf den Rost und sofort auf den Teller.

Halloumi ist der Grillkäse, der nicht zerläuft – aber nur, wenn man ihn richtig behandelt. Beide typischen Probleme, Kleben und Quietschen, haben dieselbe Ursache: falsche Temperatur zur falschen Zeit.
Halloumi wird bei der Herstellung erhitzt, wodurch sich die Eiweißstruktur so verändert, dass sie bei erneutem Erhitzen nicht mehr zerläuft. Der Käse behält seine Form und bildet stattdessen eine goldbraune Kruste. Genau deshalb funktioniert er auf dem Rost, wo andere Käsesorten in die Glut tropfen würden.
Die Kehrseite: Weil er nicht schmilzt, hat er auch keinen Puffer gegen zu lange Hitze. Er gibt dann nur noch Wasser ab und zieht sich zusammen – das Ergebnis ist die quietschige, gummiartige Konsistenz, die viele von Halloumi kennen.
Halloumi liegt in Salzlake. Die Flüssigkeit auf der Oberfläche verhindert Bräunung und lässt den Käse eher kleben.
Etwa ein Zentimeter dick. Dünnere Scheiben zerfallen beim Wenden, dickere sind außen fertig und innen noch kühl.
Öl auf den Käse, nicht auf den Rost. Ein Öl mit hohem Rauchpunkt verwenden.
Der wichtigste Punkt gegen Ankleben. Vor dem Käse den Rost abbürsten und richtig durchheizen lassen.
2 bis 3 Minuten nicht anfassen. Der Käse löst sich von selbst, sobald die Kruste steht.
Zweite Seite ebenfalls 2 bis 3 Minuten. Mehr Wendungen bringen nichts und erhöhen nur das Bruchrisiko.
Mit Zitrone, Honig, Kräutern oder Granatapfel. Nicht warmhalten – erkaltet wird Halloumi zäh.
Wer regelmäßig Ärger mit klebendem Käse hat, nimmt eine gusseiserne Grillpfanne oder eine Grillschale auf den Rost. Die Fläche ist gleichmäßiger heiß als ein Rost, und der Käse liegt vollflächig auf – dadurch entsteht sogar eine bessere Kruste. Grillstreifen bekommt man mit einer gerippten Pfanne trotzdem.
Weil der Rost zu kalt oder nicht sauber ist, der Käse noch feucht von der Lake war oder zu früh gewendet wurde. Rost gut vorheizen, Käse abtupfen und ölen, dann erst wenden, wenn er sich von selbst löst.
Kurz grillen und sofort servieren. Halloumi schmilzt nicht, sondern gibt bei langer Hitze nur Wasser ab und zieht sich zusammen. Zwei bis drei Minuten je Seite reichen.
Etwa einen Zentimeter. Dünnere Scheiben zerfallen beim Wenden, dickere bleiben innen kühl, während außen schon die Kruste steht.
Nicht nötig. Er bringt genug Salz und Aroma mit. Wer möchte, gibt nach dem Grillen Zitrone, Honig, Chili oder Kräuter dazu – vor dem Grillen würde Zucker in einer Marinade verbrennen.
Ja, sogar gut: Die geschlossene Fläche ist gleichmäßig heiß und der Käse kann nicht durchfallen. Wichtig ist auch hier, den Grill vorher richtig heiß werden zu lassen.
Grillkäse aus Kuh-, Schafs- oder Ziegenmilch mit ähnlicher Herstellung sowie Feta in der Alufolie oder Grillschale. Weichkäse und Mozzarella zerlaufen und gehören nicht direkt auf den Rost.
Halloumi klebt wie kaum etwas anderes – die Matte löst das, innerhalb ihrer Temperaturgrenze.