
Grillkartoffeln mit Rosmarin
Vorgekocht und halbiert – so wird die Schnittfläche wirklich knusprig.
Kartoffeln gehören zu den festen Gemüsesorten und brauchen deshalb Zeit oder eine Vorgarung. Ganze Kartoffeln in Folie garen indirekt 45 bis 60 Minuten, vorgekochte Hälften oder Scheiben brauchen direkt nur noch 10 bis 15 Minuten. Festkochende Sorten halten auf dem Rost besser zusammen als mehligkochende.

Kartoffeln sind der Grund, warum viele Grillabende länger dauern als geplant: Roh auf den Rost gelegt brauchen sie fast eine Stunde – und ausgerechnet sie werden meist zuletzt begonnen.
| Methode | Vorbereitung | Grillzeit | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Folienkartoffel | waschen, einölen, in Folie wickeln | 45–60 Minuten indirekt | weich und mehlig, kaum Röstaromen |
| Vorgekocht, halbiert | 15–20 Minuten kochen | 10–15 Minuten direkt | knusprige Schnittfläche, schnell |
| Am Spieß, roh geschnitten | in Scheiben schneiden, ölen | 20–30 Minuten indirekt | gleichmäßig, gut für größere Mengen |
Festkochende Kartoffeln halten auf dem Rost zusammen und eignen sich für alles, was geschnitten wird – Hälften, Scheiben, Spieße. Mehligkochende zerfallen leichter, werden dafür in der Folie besonders locker; sie sind die klassische Wahl für die Folienkartoffel mit Kräuterquark. Vorwiegend festkochende Sorten sind der Allrounder, wenn man sich nicht entscheiden will.
Kleine Kartoffeln – Drillinge oder Grenailles – sind auf dem Grill besonders dankbar: Sie brauchen kaum Vorbereitung, garen schneller und lassen sich mit Schale grillen.
Kartoffeln mit Schale 15 bis 20 Minuten kochen, bis sie fast gar sind – ein Messer sollte auf leichten Widerstand stoßen. Vollständig weich gekocht zerfallen sie später.
Kurz abkühlen lassen, dann längs halbieren. Die Schnittfläche ist der Teil, der später knusprig wird.
Schnittfläche dünn ölen, Rosmarin oder Paprikapulver dazu. Salz erst nach dem Grillen.
Über direkter Hitze 5 bis 8 Minuten, bis die Fläche gebräunt ist. Nicht verschieben.
Weitere 5 bis 7 Minuten auf der Schalenseite. Bei Bedarf in die indirekte Zone ziehen.
Salz, Kräuter, Butter oder ein Dip auf die warmen Kartoffeln.
Die romantischste Variante: Kartoffeln in doppelter Alufolie direkt in die heiße Glut legen, 30 bis 45 Minuten, ab und zu wenden. Das funktioniert, hat aber zwei Haken: Die Garzeit ist schwer einzuschätzen, und säurehaltige Zutaten sollten nicht direkt mit Alufolie in Kontakt kommen. Wer auf Nummer sicher gehen will, gart die Kartoffel indirekt auf dem Rost statt in der Glut – das Ergebnis ist kaum anders, die Kontrolle deutlich besser.
Ganze Kartoffeln in Folie 45 bis 60 Minuten indirekt. Vorgekochte Hälften nur noch 10 bis 15 Minuten direkt. Rohe Scheiben am Spieß etwa 20 bis 30 Minuten indirekt.
Nicht zwingend, aber es spart deutlich Zeit und macht das Ergebnis gleichmäßiger. 15 bis 20 Minuten kochen, bis sie fast gar sind, dann auf den Rost.
Festkochende Sorten für Hälften, Scheiben und Spieße, weil sie zusammenhalten. Mehligkochende für die Folienkartoffel, weil sie locker werden.
Mit Schale. Sie hält die Kartoffel zusammen, schützt vor dem Austrocknen und wird auf dem Rost angenehm knusprig.
Ja, in doppelter Alufolie für 30 bis 45 Minuten. Die Garzeit ist allerdings schlecht kontrollierbar; auf dem Rost indirekt gegart ist das Ergebnis ähnlich und besser steuerbar.
Nach dem Grillen. Salz zieht Wasser aus der Schnittfläche und verhindert genau die knusprige Kruste, die man will.
Bei Kartoffeln macht das wenige Gewürz den Unterschied.