
Maiskolben mit Kräuterbutter
Vorgekocht statt roh – dadurch gleichmäßig weich und in 15 Minuten vom Rost.
Für Maiskolben gibt es drei Wege. Vorgekocht: rund 20 Minuten im Wasser, dann 10 bis 15 Minuten direkt auf den Rost – am schnellsten und am gleichmäßigsten. In der Schale: 30 bis 60 Minuten wässern, dann 15 bis 20 Minuten indirekt, die Blätter halten den Kolben saftig. Roh und direkt: etwa 30 Minuten, dafür mit dem höchsten Risiko, dass die Körner außen verbrennen.

Maiskolben sind das Grillgut mit der größten Spanne zwischen gut und schlecht: Richtig gemacht sind sie prall und süß, falsch gemacht zäh, trocken und außen verkohlt. Der Unterschied liegt fast immer in der Vorbereitung.
| Methode | Vorbereitung | Grillzeit | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Vorgekocht | ca. 20 Minuten im Wasser | 10–15 Minuten direkt | gleichmäßig weich, Röstaromen, geringes Risiko |
| In der Schale | 30–60 Minuten wässern | 15–20 Minuten indirekt | sehr saftig, mild, kaum Röstaromen |
| Roh und direkt | nur einölen | ca. 30 Minuten direkt | kräftige Röstaromen, hohes Verbrennungsrisiko |
Der Kolben gart im Wasser vollständig durch, auf dem Grill geht es danach nur noch um Farbe und Röstaromen. Das ist der Grund für die kurze Grillzeit und dafür, dass praktisch nichts schiefgehen kann. Ein Löffel Zucker im Kochwasser ist verbreitet; Salz wird dagegen oft weggelassen, weil es die Körner fester machen kann.
Nach dem Kochen wird der Kolben abgetrocknet, dünn geölt und über direkter Hitze unter mehrfachem Drehen gegrillt, bis einzelne Körner dunkle Punkte bekommen. Butter, Salz und Kräuter kommen erst danach – auf dem Grill würde Butter nur verbrennen.
Hier bleiben die Blätter dran und werden vorher gewässert. Auf dem Grill verdampft dieses Wasser und gart den Kolben in seiner eigenen Hülle – im Grunde Dämpfen im Blattpaket. Das Ergebnis ist besonders saftig und mild, aber ohne Röstaromen, weil die Körner keinen direkten Kontakt zur Hitze haben.
Wer beides will, macht es zweistufig: erst indirekt in der Schale garen, dann die Blätter entfernen und den Kolben zwei bis drei Minuten direkt nachbräunen.
Blätter und Fäden entfernen, Kolben abspülen.
In sprudelndem Wasser etwa 20 Minuten garziehen lassen. Ein Löffel Zucker im Wasser ist üblich; auf Salz verzichten viele, weil es die Körner fester machen kann.
Kolben gut abtropfen lassen, trocken tupfen und dünn mit Öl einreiben. Nasse Kolben bräunen nicht.
10 bis 15 Minuten über direkter Hitze, alle zwei bis drei Minuten drehen, bis einzelne Körner dunkle Punkte zeigen.
Butter, Salz, Pfeffer, Paprikapulver oder Kräuterbutter auf den heißen Kolben. Butter vorher aufgetragen verbrennt.
Beides geht. Vorgekocht ist der verlässlichste Weg: etwa 20 Minuten im Wasser, dann 10 bis 15 Minuten direkt auf dem Rost. Roh und direkt gegrillt braucht der Kolben rund 30 Minuten und verbrennt außen leichter.
Vorgekocht 10 bis 15 Minuten direkt, in der Schale 15 bis 20 Minuten indirekt, roh und direkt etwa 30 Minuten unter häufigem Drehen.
Mit Blättern wird der Kolben gedämpft und besonders saftig, bekommt aber keine Röstaromen. Ohne Blätter entstehen Röstaromen, dafür trocknet er schneller aus. Beide Vorteile bekommt man, indem man zuerst in der Schale gart und am Ende kurz offen nachbräunt.
Meist zu kurze Garzeit bei roher Zubereitung oder zu alter Mais, dessen Zucker sich bereits in Stärke umgewandelt hat. Vorkochen löst das erste Problem, frische Ware das zweite.
Nach dem Grillen. Butter verbrennt bei Grilltemperatur und schmeckt dann bitter. Auf dem heißen Kolben schmilzt sie ohnehin sofort.
Verbreitet ist der Rat, auf Salz zu verzichten und stattdessen etwas Zucker zuzugeben, weil Salz die Körner fester machen kann. Gesalzen wird nach dem Grillen.
Getrocknet als Alternative zu frischen – bei beidem entscheidet die Lagerdauer.