
Grillgemüse mit Feta
Vier Gemüsesorten, ein Kräuteröl und ein Grundsatz: salzen erst danach.
Der häufigste Fehler bei Gemüsespießen ist das bunte Mischen: Tomate, Zucchini und Paprika haben sehr unterschiedliche Garzeiten. Wer Sorten mit ähnlicher Garzeit auf einen Spieß steckt, bekommt alles gleichzeitig fertig. Gegrillt wird bei mittlerer Hitze um 200 °C in acht bis zwölf Minuten unter mehrfachem Drehen. Zwei parallele Spieße verhindern, dass sich die Stücke mitdrehen.

Gemüsespieße sehen auf dem Foto gut aus und enttäuschen auf dem Teller: außen verkohlte Tomaten, innen rohe Paprika. Das liegt nicht am Grillen, sondern daran, wie sie zusammengesteckt wurden.
Gemüse unterscheidet sich stark darin, wie lange es braucht. Die einfachste Lösung ist, das Bunte nicht auf einen Spieß zu zwingen, sondern mehrere sortenreine oder zumindest garzeitähnliche Spieße zu machen und sie zusammenzulegen. Auf dem Teller sieht das genauso gut aus.
| Gemüse | Stückgröße | Zeit gesamt |
|---|---|---|
| Cherrytomaten | ganz | 4–6 Minuten |
| Zucchini | 2 cm Scheiben | 6–8 Minuten |
| Champignons | ganz, klein | 8–10 Minuten |
| Paprika | 3 cm Stücke | 8–12 Minuten |
| Zwiebel | Achtel | 10–12 Minuten |
| Aubergine | 2 cm Würfel | 10–12 Minuten |
| Vorgegarte Kartoffel | Hälften | 8–10 Minuten |
Praktisch heißt das: Tomaten und Zucchini vertragen sich, Paprika, Zwiebel und Aubergine ebenfalls. Tomate und Aubergine auf einem Spieß funktionieren nicht – die eine platzt, während die andere noch roh ist.
Mindestens 30 Minuten in Wasser legen, sonst verbrennen die freiliegenden Enden. Metallspieße brauchen das nicht.
Alle Stücke etwa gleich groß, zwei bis drei Zentimeter. Ungleiche Stücke garen ungleich, ganz gleich welche Sorte.
Spieße nach Garzeitgruppen bestücken, nicht bunt durchmischen.
Jedes Stück auf zwei parallele Spieße stecken. Dann dreht sich beim Wenden der ganze Spieß statt jedes einzelne Stück.
Mit einem Öl mit hohem Rauchpunkt einpinseln, salzen und pfeffern. Kaltgepresstes Olivenöl verbrennt bei Grilltemperatur.
Bei mittlerer Hitze auflegen, alle zwei bis drei Minuten drehen. Gesamt acht bis zwölf Minuten.
Kräuter, Zitronenschale oder Feta erst nach dem Grillen dazugeben – sie würden verbrennen.
Auf einem einzelnen Spieß drehen sich Gemüsestücke beim Wenden einfach mit, und man erwischt immer wieder dieselbe Seite. Zwei parallel geführte Spieße fixieren jedes Stück – der Spieß wird zum Rahmen. Das kostet zehn Sekunden mehr beim Aufstecken und spart das ständige Nachjustieren am Grill. Flache Metallspieße lösen dasselbe Problem mit einem Spieß.
Sorten mit ähnlicher Garzeit. Tomaten und Zucchini gehören zusammen, Paprika, Zwiebel und Aubergine ebenfalls. Bunt gemischt kann nichts gleichzeitig fertig werden.
Acht bis zwölf Minuten bei mittlerer direkter Hitze um 200 °C, unter mehrfachem Drehen. Reine Tomaten-Zucchini-Spieße sind nach sechs bis acht Minuten fertig.
Ja, mindestens 30 Minuten. Sonst verbrennen die Enden, die über das Grillgut hinausragen.
Weil nur ein Spieß verwendet wurde. Jedes Stück auf zwei parallele Spieße stecken oder flache Metallspieße nehmen.
Bei den meisten Sorten nein. Nur feste Sorten wie Kartoffeln oder Karotten sollten vorgegart werden, sonst brauchen sie deutlich länger als der Rest.
Eines mit hohem Rauchpunkt, etwa Raps- oder Sonnenblumenöl. Gutes Olivenöl kommt erst nach dem Grillen darüber.
Ohne Marinade bleibt Gemüse am Grill fad – das ist der häufigste Fehler.