
Pizza Margherita vom Grill
Näher an der Pizzeria als jeder Haushaltsbackofen – wegen der Temperatur.
Für Pizza vom Grill braucht es vor allem Temperatur: Der Pizzastein wird mit dem kalten Grill zusammen aufgeheizt und braucht 30 bis 40 Minuten, bis er 300 bis 350 °C erreicht hat. Die Pizza selbst ist dann in 4 bis 8 Minuten fertig. Entscheidend ist die Kombination aus heißem Stein für den Boden und geschlossenem Deckel für die Oberhitze.

Ein Grill mit Deckel ist dem heimischen Backofen bei Pizza überlegen – er erreicht deutlich höhere Temperaturen. Der begrenzende Faktor ist nicht der Grill, sondern die Geduld beim Aufheizen des Steins.
Ein Pizzastein hat zwei Aufgaben: Er speichert Wärme und gibt sie beim Auflegen schlagartig an den Teigboden ab, und er nimmt Feuchtigkeit auf, sodass der Boden knusprig wird statt weich. Beides funktioniert nur, wenn er wirklich durchgeheizt ist – die Oberfläche kann längst heiß sein, während der Kern noch kalt ist. Deshalb die lange Aufheizzeit von 30 bis 40 Minuten.
Ebenso wichtig: Der Stein kommt in den kalten Grill und heizt mit auf. Legt man einen kalten Stein auf einen bereits heißen Rost, entstehen Spannungen im Material, die zu Rissen oder Bruch führen können. Aus demselben Grund gehört auf einen heißen Stein nie kaltes Wasser.
Pizzastein auf den Rost des kalten Grills legen, mittig über der indirekten Zone.
30 bis 40 Minuten bei geschlossenem Deckel auf 300 bis 350 °C. Beim Gasgrill äußere Brenner voll, mittleren aus; beim Kohlegrill die Glut an die Seiten.
Teig mit den Händen dünn ausziehen statt auszurollen – so bleiben die Luftblasen im Rand erhalten. Sparsam belegen, viel Belag macht den Boden weich.
Pizzaschieber gut bemehlen oder mit Grieß bestreuen und prüfen, ob die Pizza darauf gleitet, bevor sie auf den Stein kommt.
Mit einer zügigen Bewegung auf den Stein ziehen. Deckel sofort schließen, sonst fällt die Oberhitze weg.
Nach der Hälfte einmal um 180 Grad drehen, weil kein Grill gleichmäßig heizt. Fertig ist die Pizza, wenn der Rand aufgegangen und fleckig gebräunt ist.
300 bis 350 °C im Garraum. Der Pizzastein muss diese Temperatur ebenfalls erreichen, wofür er 30 bis 40 Minuten Aufheizzeit braucht.
4 bis 8 Minuten, abhängig von Teigdicke und Belag. Nach der Hälfte einmal drehen, weil kein Grill gleichmäßig heizt.
Ja, und zwar zusammen mit dem kalten Grill. Ein nicht durchgeheizter Stein gibt zu wenig Wärme an den Boden ab, ein kalter Stein auf heißem Rost kann durch Thermoschock brechen.
Eingeschränkt. Auf einem Backblech oder in einer Pfanne fehlt die schlagartige Hitze von unten, der Boden bleibt weicher. Als Behelf funktioniert eine umgedrehte gusseiserne Pfanne, die mit aufgeheizt wird.
Auskühlen lassen, Reste trocken abbürsten oder abschaben. Kein Spülmittel und kein Wasser – der Stein ist porös und nimmt beides auf. Dunkle Flecken sind normal und beeinträchtigen die Funktion nicht.
Jeder mit Deckel und ausreichend Temperatur. Kamados sind wegen ihrer Speichermasse und der Kuppelform besonders gut geeignet, Gasgrills mit drei oder mehr Brennern funktionieren ebenfalls zuverlässig.
Die Hitze von unten kommt nur über Stein oder Stahl zustande – ohne bleibt der Boden blass.