
Klassischer Burger
Selbst geformte Patties, geröstete Buns und eine Sauce aus drei Zutaten.
Burger-Buns sind ein weicher Brioche-Teig aus Mehl, Milch, Butter, Ei, Zucker und Hefe. Nach einer Gehzeit von etwa einer Stunde werden neun Teiglinge zu je 85 Gramm geformt, gehen noch einmal 45 Minuten und backen bei 200 °C in 15 bis 18 Minuten goldbraun. Vor dem Belegen kommt die Schnittfläche kurz mit Butter auf den heißen Grill – dieser Röstschritt hält den Bun trocken.

Der Bun ist am Burger das Bauteil, das am häufigsten versagt: Er saugt sich voll und fällt auseinander. Selbst gebacken hat man beides in der Hand – die Krume, die genug Struktur hat, und den Röstschritt, der die Feuchtigkeit fernhält.
| Zutat | Menge | Aufgabe |
|---|---|---|
| Weizenmehl Type 550 | 500 g | Struktur, hält den Belag |
| Milch, lauwarm | 250 ml | weiche Krume |
| Butter, weich | 60 g | Zartheit und Geschmack |
| Ei | 1 | Bindung und Farbe |
| Zucker | 40 g | Hefenahrung und leichte Süße |
| Frische Hefe | 21 g (halber Würfel) | Trieb |
| Salz | 10 g | Geschmack, bremst die Hefe |
| Ei + 1 EL Milch | zum Bestreichen | Glanz |
| Sesam | nach Wunsch | Optik und Biss |
Der Zucker ist hier kein Zufall: Er macht den Bun leicht süß, was den Gegenpol zu Salz und Röstaromen des Patties bildet, und sorgt für die typische goldbraune Oberfläche. Type 550 statt 405 gibt etwas mehr Struktur – ein Bun muss Saft, Sauce und ein schweres Patty tragen, ohne durchzuweichen.
Hefe in der lauwarmen Milch mit dem Zucker auflösen und zehn Minuten stehen lassen, bis sie schäumt.
Mehl, Salz, Ei und die weiche Butter zugeben und acht bis zehn Minuten kneten, bis der Teig glatt ist und sich von der Schüsselwand löst. Er bleibt leicht klebrig.
Abgedeckt eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen etwa verdoppelt hat.
Teig in neun Portionen zu je etwa 85 Gramm teilen und zu straffen Kugeln schleifen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen, mit reichlich Abstand.
Jede Kugel mit der Handfläche leicht flach drücken. Sonst werden aus den Buns Brötchen statt flacher Scheiben.
Abgedeckt weitere 45 Minuten gehen lassen. Die Teiglinge sollen sichtbar aufgehen und sich fast berühren.
Mit verquirltem Ei und Milch bestreichen, Sesam aufstreuen. Bei 200 °C Ober-/Unterhitze 15 bis 18 Minuten backen, bis sie tief goldbraun sind.
Vollständig auskühlen lassen, bevor sie aufgeschnitten werden. Warm geschnitten drückt man die Krume zusammen.
Schnittflächen dünn mit Butter bestreichen und 30 bis 60 Sekunden auf den heißen Grill legen, bis sie Farbe haben.
Die kurz angerösteten Schnittflächen bilden eine dünne, feste Schicht, die Fleischsaft und Sauce nicht sofort aufsaugt. Genau das ist der Unterschied zwischen einem Burger, der bis zum letzten Bissen hält, und einem, der nach zwei Minuten durchweicht. Der Schritt dauert eine Minute und ist der wirksamste am ganzen Rezept.
Etwa 85 Gramm Teiggewicht für einen normalen Burger. Das ergibt nach dem Backen einen Bun von rund zehn Zentimetern Durchmesser, der zu einem 150-Gramm-Patty passt.
Weil die Schnittflächen nicht angeröstet wurden. Dünn mit Butter bestreichen und 30 bis 60 Sekunden auf den heißen Grill legen – die feste Schicht hält Saft und Sauce ab.
Ja, sehr gut. Vollständig auskühlen lassen, einzeln einfrieren und bei Bedarf auftauen. Vor dem Belegen wie frische Buns anrösten.
Type 550 gibt etwas mehr Struktur als 405 – wichtig, weil der Bun ein schweres Patty und Sauce tragen muss.
In einem geschlossenen Behälter etwa zwei Tage. Danach werden sie trocken, lassen sich aber noch gut anrösten oder einfrieren.
Ja, indirekt bei etwa 200 °C mit geschlossenem Deckel und einem Blech oder Stein unter dem Backpapier. Die Zeit entspricht der im Backofen, man sollte aber häufiger nachsehen.
Buns backen auf dem Grill gleichmäßiger, wenn Hitze von unten kommt.