360° BBQ
Zedernholzplanken und Zubehör – auf unbehandeltes Holz achten, wie oben beschrieben.
Eine Grillplanke löst das häufigste Fischproblem: Das Filet berührt den Rost nie und kann deshalb weder ankleben noch zerfallen. Vor jedem Einsatz wird die Planke mindestens eine Stunde gewässert, gegrillt wird indirekt. Je nach Zustand lässt sie sich zwei- bis dreimal verwenden. Wichtig beim Kauf: unbehandeltes Holz aus Lebensmittelqualität, keine Baumarktbretter.

Die Planke ist das Zubehör mit dem klarsten Zweck: Sie macht aus einer heiklen Zubereitung eine, bei der kaum etwas schiefgehen kann.
Sie erfüllt zwei Aufgaben gleichzeitig. Erstens trennt sie Grillgut und Rost: Ein Lachsfilet ohne Haut, das auf blankem Metall zerfallen würde, bleibt auf der Planke ganz. Zweitens gibt das gewässerte Holz beim Erhitzen Feuchtigkeit und Aroma ab — es schwelt kontrolliert, statt zu verbrennen.
Der Preis ist Zeit: Auf der Planke braucht ein Lachsfilet indirekt eher 20 bis 30 Minuten statt acht Minuten auf dem Rost. Dafür ist der Ablauf entspannt — nicht wenden, nicht lösen, nichts kann anhaften.
Bretter aus dem Baumarkt sind häufig imprägniert, verleimt oder mit Holzschutzmitteln behandelt — beim Erhitzen gelangen diese Stoffe ins Grillgut. Für den Grill kommen deshalb ausschließlich Planken in Lebensmittelqualität infrage. Und: Nadelholz ist hier die Ausnahme von der sonstigen Regel — Zeder funktioniert, weil sie nur schwelt und nicht als Brennstoff dient.
| Holz | Aroma | Passt zu |
|---|---|---|
| Zeder | mild, leicht harzig-süßlich | Lachs, Forelle, Garnelen — der Klassiker |
| Erle | mild, dezent | Fisch allgemein, besonders zurückhaltend |
| Buche | kräftiger, nussig | Geflügel, Schwein, Käse |
| Kirsche | mild-fruchtig, färbt leicht | Geflügel, Schwein |
| Ahorn | mild-süßlich | Gemüse, Käse, Geflügel |
Mindestens eine Stunde vollständig unter Wasser, mit einem Gewicht beschwert. Trockenes Holz brennt auf dem Grill.
160 bis 180 °C, indirekte Zone. Über direkter Glut fängt die Planke Feuer.
Zwei bis drei Minuten direkt auflegen, bis sie duftet und leicht knistert, dann umdrehen.
Grillgut auf die vorgewärmte Seite legen, Deckel schließen und auf Kerntemperatur ziehen.
Eine Sprühflasche genügt, falls die Kanten Feuer fangen.
Die Planke kann direkt als Servierbrett dienen. Danach prüfen: nur leicht angekohlt heißt wiederverwendbar.
Mindestens eine Stunde, vollständig unter Wasser und beschwert. Wer sie länger wässert, etwa über Nacht, hat noch mehr Reserve gegen Anbrennen.
Zwei- bis dreimal, solange sie nur oberflächlich angekohlt und nicht rissig ist. Eine durchgekohlte Planke gibt kaum noch Feuchtigkeit ab.
Nein. Solche Bretter sind häufig imprägniert oder verleimt, und diese Stoffe gelangen beim Erhitzen ins Grillgut. Nur Planken in Lebensmittelqualität verwenden.
Indirekt. Über direkter Glut fängt die Planke Feuer. Zum Vorwärmen darf sie kurz direkt liegen, danach kommt sie auf die indirekte Seite.
Zeder für Fisch — sie ist der Klassiker mit mildem, leicht harzigem Aroma. Erle ist noch zurückhaltender, Buche und Kirsche passen besser zu Geflügel und Schwein.
Deutlich milder als Räucherchips. Wer kräftigen Rauch will, kombiniert die Planke mit Räucherholz oder nutzt gleich die Räucherbox.
Zedernholzplanken und Zubehör – auf unbehandeltes Holz achten, wie oben beschrieben.