Kaufberatung

Grillbesteck und Handschuhe

Drei Teile reichen für fast alles: eine Zange mit etwa 40 Zentimetern Länge und breiten, flachen Backen, ein breiter Wender und ein Paar hitzefeste Handschuhe. Gabeln gehören nicht dazu — jeder Einstich kostet Fleischsaft. Bei Handschuhen ist entscheidend, dass sie auch nass noch schützen und lang genug sind, um das Handgelenk zu decken.

Grillzange, Wender und Handschuh liegen nebeneinander auf einer hellen Fläche

Grillbesteck-Sets enthalten oft acht Teile, von denen drei benutzt werden. Diese Seite beschreibt, welche das sind und woran man sie erkennt.

Die Zange ist das wichtigste Teil

Sie ersetzt fast alles andere. Drei Merkmale machen eine gute Zange aus:

  • Länge um 40 Zentimeter. Kürzere Zangen bringen die Hand zu nah an die Glut, deutlich längere werden unpräzise. Bei einem großen Smoker darf es mehr sein.
  • Breite, flache Backen mit leichter Zahnung. Sie greifen Steaks sicher, ohne sie zu quetschen. Schmale, stark gezahnte Backen perforieren das Fleisch.
  • Federnd und arretierbar. Die Feder sorgt für Kontrolle, die Arretierung dafür, dass die Zange in der Schublade nicht sperrt.

Was man nicht braucht, ist die Grillgabel, die in fast jedem Set liegt: Jeder Einstich lässt Fleischsaft austreten. Sie ist allenfalls zum Halten eines großen Bratens beim Tranchieren nützlich.

Handschuhe: worauf es wirklich ankommt

Der häufigste Fehler beim Kauf ist, nur auf die angegebene Temperaturgrenze zu schauen. Wichtiger sind zwei praktische Punkte:

Länge. Ein Handschuh, der am Handgelenk endet, schützt genau dort nicht, wo man sich beim Griff über den Rost verbrennt. Stulpen, die den Unterarm mitdecken, sind der spürbare Unterschied.

Feuchtigkeit. Textilhandschuhe verlieren ihre Schutzwirkung, sobald sie nass sind — Wasser leitet Wärme deutlich besser als Luft. Wer mit feuchten Händen oder nassem Grillgut arbeitet, ist mit beschichteten oder silikonisierten Modellen besser bedient. Für das Ausschütten des Anzündkamins und das Anfassen heißer Roste sind Lederhandschuhe ohne Kunstfaseranteil die robusteste Lösung — Kunstfaser kann bei Hitze schmelzen.

Bürste oder Schaber?

Bei Drahtbürsten können sich einzelne Metallborsten lösen, im Rost verhaken und ins Grillgut geraten. Ein Edelstahl- oder Holzschaber hat dieses Risiko nicht und arbeitet auf dem heißen Rost genauso gut. Wer bei der Bürste bleibt, prüft sie vor jedem Einsatz auf lose Borsten und tauscht sie, sobald sie ausfranst.

Was man wann zusätzlich braucht
TeilWofürWann sinnvoll
Fischwenderlange, dünne, flexible Klingesobald regelmäßig Fisch auf den Rost kommt
FleischkrallenPulled Pork zerzupfenab dem ersten langen Garvorgang
DeckelheberDutch-Oven-Deckel mit Kohlen abhebennur mit Dutch Oven
EinstichthermometerGarpunkt bestimmenvon Anfang an — wichtiger als jedes Besteck
GrillschaleKleinteiliges, Gemüsesobald mehr als Fleisch auf den Rost kommt

Typische Fehler bei der Ausstattung

  • Großes Set kaufenDrei gute Teile schlagen acht mittelmäßige. Zange, Wender, Handschuhe.
  • Gabel zum Wenden verwendenJeder Einstich kostet Fleischsaft. Zange nutzen.
  • Zu kurze HandschuheVerbrennungen passieren am Unterarm, nicht an der Handfläche.
  • Nasse TextilhandschuheFeuchtigkeit leitet Wärme — der Schutz ist dann praktisch weg.
  • Drahtbürste ohne KontrolleLose Borsten können im Grillgut landen. Schaber ist die sichere Alternative.
  • Kunstfaserhandschuhe am AnzündkaminKönnen bei Hitze schmelzen. Leder ohne Kunstfaseranteil ist robuster.

Häufige Fragen zu Besteck und Handschuhen

Welches Grillbesteck braucht man wirklich?

Eine Zange mit etwa 40 Zentimetern Länge, einen breiten Wender und hitzefeste Handschuhe. Alles Weitere ergibt sich aus dem, was man tatsächlich grillt.

Wie lang sollte eine Grillzange sein?

Rund 40 Zentimeter. Kürzer bringt die Hand zu nah an die Glut, deutlich länger wird unpräzise. Für große Smoker darf sie länger sein.

Warum keine Grillgabel?

Jeder Einstich lässt Fleischsaft austreten. Zum Wenden ist die Zange in jedem Fall besser; die Gabel taugt allenfalls zum Halten eines Bratens.

Worauf achtet man bei Grillhandschuhen?

Auf die Länge — sie sollten den Unterarm mitdecken — und darauf, dass sie auch feucht noch schützen. Nasse Textilhandschuhe verlieren ihre Wirkung fast vollständig.

Leder oder Textil?

Leder ohne Kunstfaseranteil ist robuster und die bessere Wahl für Anzündkamin und heiße Roste. Textil mit Silikonbeschichtung ist griffiger und feuchtigkeitsunempfindlicher.

Bürste oder Schaber für den Rost?

Ein Schaber aus Edelstahl oder Holz — er kann keine Borsten verlieren, die im Grillgut landen. Auf dem heißen Rost arbeitet er genauso gut.

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