BOWL 57 mit Sternfuß
Die emaillierte Halbkugel in der Größe für zwei bis vier Personen. Mit dem passenden Grillrost wird sie zum Grill, mit Plancha zur Kochstelle.
Eine Feuerschale mit Grillrost ist in erster Linie eine Feuerstelle und erst in zweiter ein Grill: Gegrillt wird über der Glut, wenn das Holz heruntergebrannt ist. Entscheidend beim Kauf sind die Bauart (flache Schale, Halbkugel oder Feuerkorb), das Material (emaillierter Stahl, Cortenstahl oder Edelstahl) und ein Rost, der sich in der Höhe verstellen lässt. Wer Nachbarn in der Nähe hat, achtet zusätzlich darauf, wie gut die Schale belüftet ist – davon hängt ab, wie stark das Feuer raucht.

Ein Holzkohlegrill ist dafür gebaut, Hitze zu dosieren. Eine Feuerschale ist dafür gebaut, dass man um ein Feuer herumsitzt. Mit einem Rost darüber kann sie beides – aber nur, wenn man weiß, wo die Grenzen liegen.
Auf dem Kohlegrill liegt eine gleichmäßige Glut, deren Hitze man über die Lüftung und die Menge der Kohle steuert. In der Feuerschale brennt Holz – und Holz brennt zuerst mit hohen Flammen. Wer in dieser Phase Fleisch auflegt, bekommt Ruß und verbrannte Stellen. Gegrillt wird erst, wenn die großen Flammen zusammengefallen sind und eine Glutschicht entstanden ist.
Weil man die Glut nicht so fein dosieren kann wie beim Kohlegrill, regelt man die Hitze über den Abstand: Ein Rost, der sich in der Höhe verstellen lässt, ist deshalb das wichtigste Ausstattungsmerkmal. Bei einer Halbkugel kommt eine zweite Möglichkeit dazu: Die Glut sammelt sich in der Mitte, der Rand bleibt kühler – so entsteht von selbst eine heiße und eine weniger heiße Zone, ähnlich wie beim Grillen mit Temperaturzonen.
Gut geeignet ist die Feuerschale für alles, was schnell und direkt gart: Würstchen, Spieße, dünne Steaks, Gemüse, Stockbrot und Flammlachs am Brett. Weniger geeignet ist sie für lange, indirekte Garzeiten – dafür fehlt der Deckel, der die Hitze hält. Einige Systeme bieten zwar einen Deckel an, er verwandelt die Schale aber nicht in einen Kugelgrill.
| Bauart | Typisch | Stärke | Grenze |
|---|---|---|---|
| Flache Schale | großer Durchmesser, niedrig, oft aus Cortenstahl | viel Platz am Feuer, große Grillfläche mit Rost über der Mitte | wenig Windschutz, Funken fliegen eher |
| Halbkugel | tiefe, runde Schale auf einem Fuß | Windschutz, Wärme lässt sich durch Neigen lenken | kleinere Grillfläche als eine flache Schale gleichen Durchmessers |
| Feuerkorb | kantig, kompakt, oft mit Hocker- oder Tischfunktion | wenig Platzbedarf, gut zu transportieren | kleines Feuer, kleine Grillfläche |
| Feuerkorb mit doppelter Wand | Luft strömt zwischen Innen- und Außenwand nach oben | deutlich weniger Rauch, auch mit Pellets | meist teurer, kleiner Durchmesser |
Eine Faustregel für die Größe gibt es nicht, aber eine Orientierung: Unter 60 Zentimetern Durchmesser reicht die Grillfläche für zwei bis vier Personen, darüber wird die Schale zum Mittelpunkt einer größeren Runde – und braucht entsprechend mehr Holz.
Emaillierter Stahl hat eine glasartige, glatte Oberfläche. Asche und Ruß lassen sich abwischen, die Schale bleibt dauerhaft dunkel und rostet nicht, solange die Emaille unbeschädigt ist. Die Schwachstelle sind Schläge: Emaille kann bei einem Stoß abplatzen, und an dieser Stelle liegt dann blanker Stahl frei.
Cortenstahl ist eine wetterfeste Stahllegierung, die an der Oberfläche eine Rostschicht bildet. Diese Patina ist gewollt und schützt das Material darunter. Zwei Dinge sollte man vorher wissen: Gerade in der ersten Zeit kann rostiges Regenwasser abtropfen und helle Steinplatten dauerhaft verfärben. Und die Patina schützt nur, wenn die Oberfläche zwischendurch abtrocknen kann – Wasser, das in der Schale steht, kippt man besser aus.
Edelstahl, oft schwarz pulverbeschichtet, ist die pflegeärmste Lösung. Die Beschichtung hält Hitze aus, kann aber an den heißesten Stellen mit der Zeit nachdunkeln. Grillroste sind fast immer aus Edelstahl, auch bei Schalen aus anderem Material.
Einige Hersteller geben an, ihre Feuerschale sei nach der Grillnorm EN 1860 geprüft. Die Normenreihe DIN EN 1860 regelt Grillgeräte für feste Brennstoffe, Grillkohle und Anzündhilfen. Eine solche Angabe sagt also etwas darüber, dass die Schale als Grill gedacht und geprüft ist – nicht darüber, wie gut sie grillt. Ob und nach welchem Teil der Norm geprüft wurde, steht in den Produktunterlagen.
Ein Holzfeuer raucht vor allem dann, wenn es nicht genug Luft bekommt oder das Holz zu feucht ist. Das Umweltbundesamt rät, nur trockenes, gut abgelagertes und unbehandeltes Holz zu verwenden, und weist darauf hin, dass Holz aus Wald oder Garten meist zu feucht ist. Brennholz lagert man gespalten, luftig, vor Regen geschützt und ohne Kontakt zum Boden.
Bei der Schale selbst hilft Luft von unten: Eine Ascheschale mit Lüftungsöffnungen oder ein Rost unter dem Holz sorgt dafür, dass das Feuer auch unten Sauerstoff bekommt. Am weitesten gehen Feuerkörbe mit doppelter Wand. Dort steigt ein Teil der Luft zwischen Innen- und Außenwand auf, wird dabei erwärmt und tritt oben wieder aus – sie verbrennt einen großen Teil der Gase, die sonst als Rauch abziehen würden. Hersteller sprechen dabei von Holzvergaser-Technik. Ganz rauchfrei ist auch so ein Feuer nicht, besonders beim Anzünden und beim Nachlegen.
Auf das Wetter kommt es ebenfalls an: Bei starkem Wind steigt die Gefahr durch Funkenflug. Aber auch bei Windstille und sogenannten austauscharmen Wetterlagen rät das Umweltbundesamt vom Feuer ab, weil sich der Rauch dann lange in Bodennähe hält.
Lackiertes, beschichtetes oder mit Holzschutzmittel behandeltes Holz, Papier, Pappe und Kunststoff setzen beim Verbrennen gesundheitsschädliche Stoffe frei. Laub, Grünschnitt und andere Gartenabfälle dürfen im Garten in der Regel nicht verbrannt werden. Brandbeschleuniger wie Spiritus oder Benzin sind tabu – zum Anzünden eignen sich Anzündhilfen nach DIN EN 1860-3, etwa aus Holzwolle. Wie das sauber klappt, steht unter richtig anzünden.
Ein Feuer in der Feuerschale im eigenen Garten ist nicht grundsätzlich verboten. Eine bundesweite Regel mit festen Abständen oder Uhrzeiten gibt es nicht – was gilt, legen Länder und Gemeinden fest. Vor dem ersten Feuer lohnt deshalb eine Nachfrage beim Ordnungsamt der Gemeinde.
Gegenüber den Nachbarn ist § 906 BGB der Maßstab: Rauch und Ruß vom Nachbargrundstück muss man hinnehmen, solange sie die Nutzung des eigenen Grundstücks nicht oder nur unwesentlich beeinträchtigen. Wo genau diese Grenze liegt, ist eine Frage des Einzelfalls. Praktisch heißt das: Wer Rauch regelmäßig in fremde Fenster oder auf die Nachbarterrasse schickt, riskiert Ärger. In eng bebauten Wohngebieten empfiehlt das Umweltbundesamt, ganz auf offene Feuer zu verzichten – dort ist eine raucharme Bauart der eigentliche Kaufgrund.
Strenger wird es in der Nähe von Wald. In Bayern etwa braucht nach Art. 17 des Bayerischen Waldgesetzes eine Erlaubnis, wer im Wald oder in weniger als 100 Metern Entfernung davon eine offene Feuerstätte betreibt. Andere Bundesländer regeln das in ihren eigenen Waldgesetzen. Bei erhöhter Waldbrandgefahr und in langen Trockenperioden bleibt das Feuer besser aus.
Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die Rechtslage, ersetzt aber keine Auskunft im Einzelfall. Verbindlich sind die Regeln der eigenen Gemeinde und des Bundeslandes.
Die Schale gehört auf einen feuerfesten, ebenen Untergrund – Pflaster, Kies oder eine Stahlplatte, nicht Holzdielen und nicht trockener Rasen. Abstand halten zu allem, was brennen kann: Hecken, Bäume, Gartenhaus, Sonnenschirm, Markise. Ein Eimer Wasser steht in Griffweite, und das Feuer bleibt nie ohne Aufsicht. Wer den Platz verlässt, löscht die Glut mit Wasser ab.
Asche kommt erst vollständig ausgekühlt in den Restmüll – nicht auf den Kompost und nicht ins Beet. Glut hält sich in der Asche länger, als man denkt; mehr dazu unter Kohle und Asche richtig entsorgen. Für das Arbeiten am Feuer lohnen sich lange Feuerhandschuhe aus Leder, weil man beim Nachlegen mit der Hand nah an die Flammen kommt.
Asche nach jedem Feuer leeren, sobald sie ausgekühlt ist – nasse Asche wird zu einer festen Schicht und hält Feuchtigkeit am Material. Bei Emaille genügt danach ein feuchtes Tuch. Cortenstahl braucht keine Pflege, nur die Chance, abzutrocknen. Den Grillrost reinigt man wie jeden anderen Edelstahlrost, am einfachsten noch warm – siehe Grillrost reinigen. Eine Abdeckhaube lohnt sich vor allem bei Emaille und pulverbeschichtetem Stahl, weil sie Stöße und stehendes Wasser abhält.
Höfats baut Feuerschalen und Feuerkörbe als Systeme, zu denen es Grillroste, Planchas und Deckel gibt. Die Maße in der Tabelle sind Herstellerangaben.
| Modell | Bauart | Material | Maße |
|---|---|---|---|
| BOWL 57 | Halbkugel auf Sternfuß, neigbar | Stahl, emailliert; Fuß Edelstahl | Ø 57 cm, Grillhöhe 41 cm |
| BOWL 70 | Halbkugel auf Sternfuß, neigbar | Stahl, emailliert; Fuß Edelstahl | Ø 70 cm, Grillhöhe 48 cm |
| TRIPLE 65 / 90 | flache Schale aus drei Segmenten | Cortenstahl, 2 mm | Ø 65 cm × 17 cm bzw. Ø 90 cm × 24 cm |
| TRIPLE 120 | flache Schale aus drei Segmenten | Cortenstahl, 2 mm | 120 × 120 × 32 cm |
| CUBE | würfelförmiger Feuerkorb, auch Hocker | Cortenstahl oder Edelstahl pulverbeschichtet | rund 43 × 43 × 44 cm |
| CRATE | Feuerkorb in Kistenform | Cortenstahl, 2 mm | 39,5 × 29 × 26,5 cm |
| MOON 45 | Feuerkorb mit doppelter Wand, Holz oder Pellets | Innenschale Edelstahl, Außenschale Stahl emailliert | Ø 45 cm |
Ein paar Eigenheiten, die man beim Vergleich kennen sollte: Die BOWL lässt sich auf ihrem Fuß neigen und so als Windschutz drehen; die herausnehmbare Ascheschale führt die Luft von unten zu. Die TRIPLE zerfällt in drei gleiche Segmente und passt zerlegt in einen Kofferraum – der Grillrost hängt an einer Stange und wird in der Höhe verstellt. Den CUBE dreht man laut Hersteller am Ende des Abends einfach um, dann liegt die Glut eingeschlossen im Inneren; mit Auflagebrett wird der kalte Korb zum Hocker. Der MOON arbeitet mit doppelter Wand und soll laut Hersteller mit 10 bis 12 Kilogramm Pellets bis zu zwei Stunden ohne Nachlegen nahezu rauchfrei brennen.
Die emaillierte Halbkugel in der Größe für zwei bis vier Personen. Mit dem passenden Grillrost wird sie zum Grill, mit Plancha zur Kochstelle.
Dieselbe Bauart mit 70 Zentimetern Durchmesser – für größere Runden und mehr Grillfläche.
Flache Schale aus Cortenstahl, zerlegbar in drei Segmente. Viel Platz am Feuer; der Grillrost wird separat gekauft.
Kompakter Feuerkorb für kleine Terrassen, mit Grillrost auch zum Grillen, mit Auflagebrett als Hocker.
Feuerkorb mit doppelter Wand für Holz oder Pellets – die Wahl, wenn Nachbarn nah wohnen und Rauch das Hauptproblem ist.
Der kleinste Feuerkorb im Sortiment, in Kistenform aus Cortenstahl. Für ein kleines Feuer und den Transport im Auto.
Halbrund aus Edelstahl – eine Hälfte grillt, die andere Hälfte bleibt frei oder bekommt eine Plancha.
Edelstahlrost an einer Stange, in der Höhe verstellbar. Wird an der TRIPLE befestigt.
Der Rost, der aus dem Feuerkorb einen Grill macht.
Gestell mit Arbeitsplatte, in das eine BOWL eingesetzt wird – der Schritt von der Feuerschale zur kleinen Außenküche.
Lange Lederhandschuhe für das Nachlegen und das Hantieren am Rost.
Abgepacktes Brennholz für die Schale – praktisch, wenn kein eigener, gut abgelagerter Vorrat da ist.
Ja, mit einem passenden Grillrost. Gegrillt wird über der Glut, wenn das Holz heruntergebrannt ist – nicht über offenen Flammen. Am besten eignen sich kurze Garzeiten wie Würstchen, Spieße, dünne Steaks und Gemüse.
Trockenes, gut abgelagertes und unbehandeltes Holz. Holz frisch aus dem Wald oder Garten ist meist zu feucht und raucht stark. Lackiertes oder imprägniertes Holz gehört nie ins Feuer.
Grundsätzlich ja, eine bundesweite Regel mit festen Abständen gibt es nicht. Maßgeblich sind die Vorschriften von Land und Gemeinde, gegenüber Nachbarn § 906 BGB. In Waldnähe gelten strengere Regeln, in Bayern etwa eine Erlaubnispflicht unter 100 Metern Abstand zum Wald.
Emaille ist glatt, leicht zu reinigen und rostet nicht, solange sie unbeschädigt ist, kann aber bei Stößen abplatzen. Cortenstahl bildet eine schützende Rostschicht und ist robust, kann aber helle Steinplatten durch Rostwasser verfärben.
Mit trockenem Holz, guter Luftzufuhr von unten und ohne Gartenabfälle. Feuerkörbe mit doppelter Wand verbrennen einen großen Teil der Gase, die sonst als Rauch abziehen, und sind deshalb die raucharmste Bauart.
Auf einen feuerfesten, ebenen Untergrund wie Pflaster, Kies oder eine Stahlplatte, mit Abstand zu Hecken, Bäumen und Gebäuden. Bei Cortenstahl auf hellen Platten eine Unterlage einplanen.
Vollständig ausgekühlt in den Restmüll. Nicht auf den Kompost und nicht in den Garten.