Gewürze für die Marinade
Die Basis besteht aus Öl, Säure und Salz – der Charakter kommt aus dem Gewürz. Ganze Saaten halten ihr Aroma länger als gemahlene.
Die Basis besteht aus drei Teilen Öl auf einen Teil Säure plus Gewürze – etwa sechs Esslöffel Rapsöl auf zwei Esslöffel Zitronensaft oder Essig. Verwendet wird ein Öl mit hohem Rauchpunkt, nicht kaltgepresstes Olivenöl. Einlegezeit: Geflügel ein bis drei Stunden, Schwein etwa zwölf, Gemüse eine halbe Stunde.

Marinaden werden meist nach Gefühl angesetzt. Ein festes Grundverhältnis macht sie berechenbar – und lässt sich in jede Richtung abwandeln.
Öl und Säure im Verhältnis drei zu eins verrühren. Das ist die Grundlage; alles Weitere kommt hinein, nicht anstelle davon.
Knoblauch, Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Kräuter unterrühren. Wer Süße möchte, gibt Honig oder Zucker dazu – dann aber vor dem Grillen abtupfen.
Fleisch oder Gemüse trocken tupfen und gleichmäßig mit der Marinade benetzen. Im Beutel braucht man deutlich weniger Marinade als in der Schale.
Immer im Kühlschrank. Geflügel ein bis drei Stunden, Schweinefleisch etwa zwölf Stunden, Rind je nach Größe drei bis 24, Gemüse 30 Minuten, Fisch nur 15 bis 30 Minuten.
Bei zuckerhaltigen Marinaden Pflicht, sonst verbrennen sie. Bei rein öligen dünnen Schichten nicht nötig.
Flüssigkeit, in der rohes Fleisch lag, wird nicht als Sauce verwendet – es sei denn, sie wird vollständig aufgekocht.
| Variante | Zusätzlich | Passt zu | Zeit |
|---|---|---|---|
| Mediterran | Rosmarin, Thymian, Zitronenabrieb, mehr Knoblauch | Lamm, Gemüse, Hähnchen | 1–3 Stunden |
| Rauchig-süß | geräuchertes Paprikapulver, 1 TL Honig, 1 TL Senf | Schwein, Hähnchenschenkel | bis 12 Stunden |
| Asiatisch | 2 EL Sojasauce statt Salz, Ingwer, Sesamöl, Limette | Geflügel, Garnelen, Tofu | 1–2 Stunden |
Sie wirkt nur wenige Millimeter tief. Zähes Fleisch wird durch Marinieren nicht zart – das schafft nur die passende Gartechnik. Und zu viel Säure über zu lange Zeit macht die Oberfläche mehlig statt zarter, besonders bei Fisch und Geflügel.
Die Basis besteht aus Öl, Säure und Salz – der Charakter kommt aus dem Gewürz. Ganze Saaten halten ihr Aroma länger als gemahlene.