Grundrezept

Dry Rub für Schwein selbst mischen

Ein klassischer Schweine-Rub besteht zu gleichen Teilen aus braunem Zucker und Paprikapulver, dazu halb so viel Salz und je ein kleinerer Anteil Pfeffer, Knoblauch- und Zwiebelpulver. Er wird auf leicht angefeuchtetes Fleisch aufgetragen und zieht mindestens zwei Stunden, gern über Nacht.

Schale mit selbst gemischtem Rub, daneben einzelne Gewürze

Ein Rub ist keine Geheimmischung, sondern ein Verhältnis. Wer es einmal verstanden hat, braucht kein fertiges Gewürzsalz mehr – und weiß auch, warum manche Mischungen auf dem Grill schwarz werden.

Zubereitung

  1. Zucker aufbrechen

    Brauner Zucker klumpt. Klumpen zwischen den Fingern zerreiben oder kurz durch ein Sieb streichen.

  2. Alles vermischen

    Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gründlich verrühren, bis die Farbe gleichmäßig ist.

  3. Fleisch vorbereiten

    Fleisch trocken tupfen und dünn mit Senf oder Öl einstreichen. Das ist nur Kleber – man schmeckt es später nicht.

  4. Auftragen

    Rub großzügig aufstreuen und leicht andrücken, nicht einmassieren. Rund ein Esslöffel pro 500 Gramm Fleisch.

  5. Ziehen lassen

    Mindestens zwei Stunden abgedeckt im Kühlschrank, bei Ribs und Pulled Pork gern über Nacht.

  6. Aufbewahren

    Rest in ein luftdichtes Glas füllen. Dunkel gelagert hält er etwa sechs Monate, verliert aber langsam an Aroma.

Das Verhältnis, das man sich merken kann
AnteilZutatAufgabe
2 Teilebrauner ZuckerKaramellisierung, dunkle Kruste
2 TeilePaprikapulverFarbe und Grundwürze
1 TeilSalzGeschmack und Zug in die oberen Schichten
0,5 TeilePfefferSchärfe und Struktur
je 0,3 TeileKnoblauch- und ZwiebelpulverTiefe
nach WunschCayenne, Senfpulver, Kreuzkümmeldie eigene Handschrift
Zuckerhaltige Rubs nur bei niedriger Temperatur

Der Zucker im Rub karamellisiert ab etwa 150 °C und verbrennt deutlich darüber. Für Low and Slow bei 110 bis 130 °C ist er genau richtig – dort entsteht über Stunden die dunkle Kruste. Für ein Steak bei 280 °C ist er die falsche Wahl: Dort gehören Salz und Pfeffer hin, sonst schmeckt die Kruste bitter.

Häufige Fehler

  • Auf Steaks verwendetBei hoher Hitze verbrennt der Zucker in Sekunden.
  • Eingerieben statt aufgestreutKräftiges Einmassieren löst den Rub an und macht ihn schmierig. Aufstreuen und andrücken reicht.
  • Zu fein gemahlener PfefferFeiner Pfeffer wird bitter, wenn er stundenlang Hitze abbekommt. Grob mahlen.
  • Direkt nach dem Auftragen gegrilltDer Rub braucht Zeit, um Feuchtigkeit zu ziehen und zu haften. Zwei Stunden sind das Minimum.

Zutaten für den Rub

Hartkorn Gewürze

Alle Komponenten dieses Rubs einzeln – wer öfter mischt, fährt damit günstiger als mit Fertigmischungen und bestimmt Schärfe und Süße selbst.

Ankerkraut

Wer nicht selbst mischen will: fertige Rubs für Schwein, Rind und Geflügel.